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Kategorie: Queer

729 Tage später

729 Tage später

Nun ist es quasi auf den Tag genau 2 Jahre her, dass ich zum ersten Mal einer anderen Person und endgültig wohl auch mir selbst eingestanden habe, dass ich wohl doch nicht so hetero bin, wie die meisten wohl angenommen haben. Der Weg dahin war ein langer Weg und sicherlich auch nicht immer einfach. Letztendlich kann man hinterher immer sagen, dass man es sich quasi schon früher hätte eingestehen können, denn hinterher kann man meist alles besser beurteilen. So aber hat es bei mir halt länger gedauert, bis die Erkenntnis und das Eingeständnis auch in meinem Bewusstsein ankamen. Die Monate vorher waren schwierig, ich selbst oft nicht gut drauf und viel am Nachdenken. Dazu kam die Tatsache, dass ich für mehrere Monate alleine im Ausland war und dadurch noch viel mehr Zeit zum Nachdenken hatte. Zurück aus dem Ausland dauerte es nur noch wenige Wochen, bis ich letztendlich so weit war, über meinen Schatten zu springen und mich einem Freund anzuvertrauen. Für einen Menschen, der quasi nie über seine Gefühlswelt und eigene Probleme mit anderen geredet hat, ist das schon ein gewaltiger, wenn auch recht befreiender Schritt.

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Brief an einen unbekannten Freund

Brief an einen unbekannten Freund

Ein sehr schönes Jugendbuch ist „Das ist also mein Leben“ von Stephen Chbosky, im Original „The Perks of Being a Wallflower“, verfilmt als „Vielleicht lieber morgen“. Charlie schreibt darin einem ihm unbekanntem Freund Briefe, in denen er seine Erlebnisse in der Vergangenheit und an der Highschool verarbeitet. Das hier ist ein Versuch, etwas ähnliches zu probieren. Wieder mal eine bunte Mischung aus Fiction und ein paar eigenen Gedanken. Frei nach dem Motto:

„Und in diesem Augenblick, ich schwöre es, sind wir unendlich.“

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Königskind

Königskind

Meine erste längere Geschichte. Wenn man eine Geschichte schreibt, schreibt man auch zum Teil seine eigene. Wie viel davon meine Geschichte ist, müsst ihr selbst rausfinden. Ich hoffe, es gefällt euch ein bisschen. Ich bin dankbar für ehrliches Feedback. Entweder hier, auf Twitter, persönlich oder auch über Tellonym. Danke an Miterion und Bambi, die schon beim Schreiben auf das Ende warten mussten.

Die Legende

Jeder kannte die Legende vom verschwundenen Königskind. Sie war in jedem der sechs Reiche des Kontinents bekannt. Die Fischer des Küstenreichs Azul kannten sie genauso wie die Nomaden der Wüste in Gul und der Steppe von Narengi. Die Bauern auf den blühenden Feldern von Mor sangen davon, während die Jäger in den Wäldern von Uaine die Geschichten am Lagerfeuer weitergaben. Und auch in Ahmar, dem Reich der Feuerinseln kannte jedes Kind die Erzählungen, wie vor einigen Jahren das Kind des Königs verschwand und seitdem nicht wieder gesehen wurde. Der König ließ verzweifelt in allen sechs Reichen nach seinem Kind suchen, doch war die Suche vergeblich. Nur immer verwegenere Gerüchte kehrten zurück in den Palast, von Dieben, Hexen, sogar von Drachen, die für das Verschwinden des Kindes verantwortlich sein sollten. Auf jeden, der das Kind zurückbringen sollte, wartete eine sagenhafte Belohnung. Doch niemand hatte Erfolg.

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Der Weg nach draußen

Der Weg nach draußen

Um ihn herum wurde plötzlich alles dunkel und fing an, sich zu drehen. Immer schneller und schneller. Im Dunkel rauschten einzelne Farben an Jonathan vorbei, als würde er aus seiner Welt gerissen und ins Nichts gezogen. Es war, als würde er immer weiter fallen, doch er spürte kaum etwas davon. Nach einer gefühlten Ewigkeit drehte sich die Welt um Jonathan wieder langsamer und nahm festere Formen an. Die Farbstreifen wurden immer kleinere Punkte und schließlich konnte er wieder klar sehen.

Und was er sah, ließ ihm den Atem stocken. Das sah so gar nicht wie der Ort aus, den er gerade verlassen hatte. Es sah wie kein Ort aus, an dem er je gewesen war. Die Menge der Orte, die er kannte, war allerdings auch nicht besonders groß. Und doch war er sich sicher, dass dieser Ort so nicht hätte existieren sollen. In seiner Zeit, in seiner Welt, in allem, was ihm bekannt war.

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